Ich kündige

Frei übersetzt von Stéphanie Rageth aus dem Englischen von "Prince Ea":

 

Dies hier wird möglicherweise viele Leute traurig und einige andere glücklich stimmen. Doch darüber kann ich mir nun mehr keine Sorgen machen.

 

Du kannst mich einen Feigling, einen Drückeberger nennen – fein nenn mich so, aber ich höre auf damit.

 

Ich kann das nicht mehr tun – ich habe mich verändert.

 

Du bist nicht schuld daran, ich bin nur nicht mehr die Person, die Du vorher kanntest. Ich möchte hier nicht unhöflich sein aber ich bin fertig damit, Deinen Erwartungen gerecht zu werden. Im Grunde genommen, höre ich auf, mich an diese zu binden. Ich höre auf, der Meinung aller zu folgen, was für mich richtig ist.

 

Ich höre damit auf, mich selbst zurückzuhalten, emotional gefangen und nicht zu sein, wer ich gerne sein möchte. Ich höre auf, den negativen Gedanken loyal gegenüber zu stehen, die sowieso nie nützlich sind. Ich höre auf, der Schuld meiner Vergangenheit zu gewähren mir im Weg zu stehen und mich an einer schönen Zukunft zu berauben!

 

Ich höre damit auf, Leute an mich ranzulassen, welche mir bewiesen haben, dass sie von mir profitiert aber sich nie wirklich für mich interessiert haben. Ich höre auf mit Leuten meine Zeit zu verbringen, bei denen ich die meisten Tage nicht sagen konnte ob sie meine Freunde oder Feinde sind. Die meine Energie anzapfen. Ich höre damit auf, mich von den Erwartungen und Zeitvorgaben der Gesellschaft unter Druck setzen zu lassen, welche mein Schicksal fehlleiten und mich stressen.

 

Ich höre damit auf, allen zu vergeben, ausser mir selber nicht. Ich höre damit auf, von den „coolen“ unbedingt akzeptiert und gemocht werden zu wollen.

Ich höre damit auf, in wichtigen Momenten zu sagen, was mir durch den Kopf geht, weil ich Angst davor habe und diese mich zerdrücken könnte.

 

Ich höre auf damit, emotional an die likes und shares von Leuten emotional gebunden zu sein, die ich sogar online kaum kenne. Ich beende meine Selbstzweifel und die Selbstsabotage. Ich höre auf, ein „Mistkerl“ zu sein. Ich höre damit auf, schlafend durch mein Leben zu laufen, statt meine Träume zu verfolgen. Ich höre auf damit, zu warten, bis jemand mit mir wegfliegt und breite meine Flügel stattdessen selber aus. Ich höre auf, nicht 100% zu geben. Ich höre damit auf, mein eigenes Licht zu dimmen, nur damit andere nicht geblendet werden. Ich beende den Gruppenzwang und darum, andere immer zu bitten. Ich verlasse mein Gefängnis der Perfektion. Ich gebe die Angst vor dem Scheitern und die Angst vor dem Erfolg auf. Ich kündige dem Zögern, der Verzweiflung, den Erwartungen und der Zerstörung. Ich höre auf damit!

 

Hiermit gibt es keine Vorankündigung, sondern betrachtet dies als mein Brief der Resignation. Ich weiss es scheint vielleicht plötzlich, aber vertraut mit, es hat lange gedauert bis das hier alles hochgekommen ist. Aber jetzt ist meine Zeit hier. Und keine Sorge, ich bin dankbar für alle die Erfahrungen. Und es zeigt sich mir nun ein erstaunliches neues Leben.

 

Und darum beende ich "das" hier. Danke.

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